Landgut La Badia - Bauernhof mit Landhaus und kleiner Kirche -  Montefoscoli Toskana

BAUERNHÄUSER - LANDGÜTER - VILLEN

INFO

Gigi Salvagnini und sein Wirken für toskanische Landhäuser


Luigi Salvagnini, von Freunden nur Gigi genannt, wurde am 26. Juni 1929 in Florenz geboren. Seine Familie stammte aus Montefoscoli in der Provinz Pisa. Sie siedelte nach Florenz über, nachdem sein Vater beim Militär- Geografischen Institut angestellt worden war. Als Fünfzehnjähriger erlebte Gigi Salavgnini hautnah die Kriegszerstörungen in Florenz.

Dieses Drama sollte prägend für ihn sein, denn er widmete sich von nun an der Erforschung, Erhaltung und Restaurierung von Kunstwerken seiner Heimat. Er schrieb sich an der Universität von Florenz im Fachbereich Kunstgeschichte ein und absolvierte diese mit einer Arbeit zu historischen Stadtzentren.


Seine Forschung war vielseitig und ausdauernd. Sie umfasste den historischen Städtebau und die Kunstgeschichte und ländliche Architektur der Toskana. Er war darüber hinaus ein geschätzter Experte zur europäischen Skulptur des frühen 20. Jahrhunderts.

 

Mehrere Zeitschriften, u. a. "La Valdera - Quaderni di storia, arte, costume" 1969, "Granducato - Osservatorio fiorentino di storia, arte, cultura" 1976, "Nebulae - quadrimestrale di cultura valdinievolina" 1995, wurden unter seiner Leitung verlegt.

34 umfangreichere Publikationen tragen seinen Namen. Außerdem verfasste er Beiträge für Zeitschriften zu Kunst, Architektur, Geschichte und Tradition, hielt Vorträge und Seminare und war im universitären Betrieb tätig.

Zu seinen Schriften, die sich mit der ländlichen Kultur der Toskana befassen, gehören: "Cultura e architettura della casa rurale" 1974, "Resedi rurali in Toscana" 1980, "Montefoscoli dal Mille al Duecento" 2000 und "La dimora rurale in Valdinievole" 2004.

 

Großen Wert für die Architekturforschung insbesondere zum toskanischen Landhaus hat das fotografische Archiv Salvagninis, das durch casarurale.de digitalisiert wurde und von dem eine kleine Auswahl auf der Webseite besichtigt werden kann. Neben der Verwendung für Publikationen, fotografierte er vor allem die gefährdete ländliche Architektur mit ihren baukünstlerischen Details und eine im Verschwinden begriffene Agrarlandschaft.

 

Die Forschungsmethode Salvagninis offenbart seine vielschichtige Auseinandersetzung mit der Materie, die nur wenigen Kunsthistorikern eigen ist. Er zeichnete viele der von ihm untersuchten Gegenstände, vermaß die Gebäude, fertigte fotografische Aufnahmen an und widmete sich intensiv der Arbeit in historischen Archiven.

Dadurch war er in der Lage kurz und knapp das Wesentliche zum Ausdruck zu bringen, ohne den Leser mit umständlichen Phrasen zu traktieren. Sein Schreibstil ist klar und treffend, und ab und an lässt er einen sarkastischen Unterton anklingen, mit dem er leeres Getöse der gelehrten Zunft aufs Korn nimmt. Seine ergänzenden und erklärenden Zeichnungen bezeugen, dass er ein geschickter Zeichner war.

 

Besonderer Dank für die Bereitstellung des Materials gilt Frau Anna Lia Franchetti der Ehefrau des nach schwerer Krankheit am 2. Juni 2013 verstorbenen Kunsthistorikers Professor Luigi Salvagnini.

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