Landgut La Badia - Bauernhof mit Landhaus und kleiner Kirche -  Montefoscoli Toskana

BAUERNHÄUSER - LANDGÜTER - VILLEN

Bill Homes und seine Zeichnungen toskanischer Landhäuser


Bill Holmes, geboren 1942 in London, kam 1961 das erste Mal nach Italien, um als Architekturstudent die Bauwerke der Renaissance in Florenz zu bewundern. Von der italienischen Architektur in den Bann gezogen, besuchte er in den 60er und 70er Jahren regelmäßig die Toskana, wandte sich dann aber ab den 80er Jahren immer stärker der ländlichen Architektur zu.

Er selbst sagt: "Ich arbeitete damals als Professor für Architektur an der South Bank Universität Londons und diese Tätigkeit bot mir Gelegenheit zu langen Sommeraufenthalten in Italien, so dass ich den Reichtum und die Mannigfaltigkeit der Landhäuser Nord- und Mittelitaliens studieren konnte.
In den ersten Jahren meiner Forschungen besuchte ich vornehmlich die umbrischen und toskanischen Ebenen, speziell dort wo über Jahrhunderte landwirtschaftliche Aktivitäten stattfanden und wo die Gebäude wie einsame Skulpturen unter dem weiten strahlenden Himmel emporragten.
Eine Quelle der Inspiration für mich und meine Architekturforschungen war das Buch von Renato Biasutti La casa rurale in Toscana. Dadurch habe ich mich in Folge auf die Gebäude des Apennin nördlich von Pistoia konzentriert. Dieses Gebiet wies, wie sich herausstellte einen Mischtyp von Landhäusern auf, der zwischen denen in der Ebene und denen im Gebirge lag.

In den 90erJahren war das Verschwinden der traditionellen ländlichen Architektur stark fortgeschritten, entweder führte der witterungsbedingte Zerfall der verlassenen Gebäude dazu oder sie wurden abgerissen um "funktionelleren" Strukturen Platz zu machen. In den meisten Fällen, wurden die Gebäude völlig verändert, die alten Dachdeckungen mit ihren polychromatischen Steinplatten wurden durch preisgünstige, einfarbige, rote Dachziegel aus der Massenproduktion ersetzt und die Fassaden mit glattem, industriell gefertigtem Standardputz versehen.

Die ständige Zunahme der kulturellen Krise mit ihren drammatischen Auswirkungen auf die lokale traditionelle Architektur bewegte mich dazu, meinen Sommeraufenthalt ins Gebirge zu verlegen, in der Hoffnung, hier noch genügend intakte Beispiele an überlieferter Architektur zu finden. Ich begab mich nach Monachino im pistoiesischen Gebirge und fand bei den Bewohnern eine sehr herzliche Aufnahme, da sie meine Leidenschaft und mein Interesse teilten.

Ich konzentrierte mich jetzt auf die 3 Täler des Limentre (Limentrella, östliche und westliche Limentra) und die Dörfer in der Nähe Monachinos. Die Studien führten mich in Folge zum zentralen Thema meiner Arbeit, das Renotal. Hier erwarb ich ein Haus in der Gemeinde Grizzana Morandi. Gleichzeitig begann ich in einem Studio für Architektur in Porretta Terme zu arbeiten.

 

Was meine Arbeitsweise betrifft, kann ich nur anmerken, dass Handzeichnungen heutzutage für die meisten Architekten ein purer Luxus geworden sind. Doch mir, geboren und aufgewachsen um die Mitte des 20. Jahrhunderts, schien es immer die beste Möglichkeit Ideen auszudrücken und Beschreibungen bestmöglich zu veranschaulichen. Dabei ist Zeichnen für mich ein normaler täglicher Vorgang wie Sprechen oder Essen. Ich betrachte es als die natürlichste Weise meine Studien zu betreiben und die Resultate vorzutragen."

 

Gegenwärtig arbeitet Bill Holmes an einer Ausstellung zu den Kirchenbauten Pistoias, die 2017 stattfinden wird.


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